Veröffentlicht: 22.10.2026
Hudbay Minerals und sein Partner Mitsubishi haben den Bau einer vielversprechenden neuen Großkupfermine in den USA offiziell genehmigt. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2029 anlaufen. Wie das kanadische Bergbauunternehmen mitteilte, fiel die Entscheidung zur Umsetzung des Projekts Copper World in Arizona nach Vorlage der endgültigen Machbarkeitsstudie. Diese prognostiziert für die ersten zehn Förderjahre eine jährliche Kupferproduktion von 102.000 Tonnen. Damit liegt das Produktionsziel elf Prozent über den 92.000 Tonnen, die Hudbay in seiner vorläufigen Machbarkeitsstudie von 2023 veranschlagt hatte. Durch die Erschließung dürfte Hudbays jährliche Kupferproduktion auf rund 250.000 Tonnen steigen. Damit würde sich die derzeitige Fördermenge aus dem Portfolio des Unternehmens mit Bergbaubetrieben in Kanada und Peru etwa verdoppeln.
Die Entwicklung von Copper World erfolgt vor dem Hintergrund der Bemühungen Washingtons und zahlreicher Regierungen weltweit, sich die Versorgung mit kritischen Mineralien zu sichern, die für die Verteidigung, Kommunikation, Energieversorgung und weitere Industriezweige benötigt werden. Copper World, an dem Hudbay 70 Prozent hält, liegt rund 50 Kilometer südöstlich von Tucson. Das japanische Handelshaus Mitsubishi sicherte sich im Rahmen einer im Januar unterzeichneten Joint-Venture-Vereinbarung mit Hudbay einen Anteil von 30 Prozent an dem Projekt.
Die Unternehmen gehen davon aus, dass Copper World zu den Kupferprojekten mit den niedrigsten Kapitalkosten je Produktionseinheit gehören wird. Die anfänglichen Investitionskosten werden auf 2,07 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Das Projekt umfasst vier im Jahr 2021 entdeckte Lagerstätten sowie eine Lagerstätte im Bereich der East-Grube. Geplant ist ein konventioneller Tagebaubetrieb mit Baggern und Muldenkippern sowie einer herkömmlichen Flotationsaufbereitungsanlage, die Kupfer- und Molybdänkonzentrate herstellen soll.
Mitsubishi hat im Rahmen seiner anfänglichen Eigenkapitalbeteiligung am Joint Venture bereits 600 Millionen US-Dollar zugesagt. Zur Finanzierung gehört außerdem eine Vorauszahlung von Wheaton Precious Metals in Höhe von 230 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit der Lieferung von Edelmetallen. Hudbay zufolge werden sich die eigenen Beiträge voraussichtlich auf rund 500 Millionen US-Dollar belaufen. Das entspricht weniger als 25 Prozent des anfänglichen Wachstumskapitals. Kapitalausgaben werden für Hudbay allerdings erst ab 2028 erforderlich.
Nach Angaben von Hudbay zählt Copper World zu den Tagebau-Kupferprojekten mit den höchsten Erzgehalten in Amerika. Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Mineralreserven belaufen sich auf 390 Millionen Tonnen. Die gemessenen und angezeigten Ressourcen von 1,2 Milliarden Tonnen könnten die Betriebsdauer der Mine um Jahrzehnte verlängern, erklärte das Unternehmen.
Das Basisszenario der Machbarkeitsstudie sieht eine Betriebsdauer von 15 Jahren vor. Bei einem langfristigen Kupferpreis von fünf US-Dollar je Pfund werden ein Kapitalwert von 1,2 Milliarden US-Dollar und eine interne Verzinsung von 17 Prozent erwartet. Bei einem Kupferpreis von sechs US-Dollar je Pfund steigen diese Kennzahlen auf 2,3 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 22 Prozent. Die Studie beschreibt zudem ein mögliches Erweiterungsszenario, das eine Verlängerung der Minenlaufzeit auf 37 Jahre vorsieht.MBI/DJN/gil/22.10.2026