Veröffentlicht: 16.10.2026
Pepsico hat einen bedeutenden Liefervertrag an seinen Erzrivalen verloren. Die Fast-Food-Kette KFC hat einen Vertrag mit Coca-Cola als Getränkelieferant für Tausende von US-Restaurants geschlossen. Der Wechsel soll ab Januar umgesetzt werden. Pepsico wird weiterhin viele Märkte für KFC International beliefern - den weitaus größeren Zweig der Restaurantkette, wie aus einer internen KFC-Mitteilung hervorgeht. Pepsi wird laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person auch weiterhin Taco Bell bedienen. Diese Sparten innerhalb des Konzerns Yum Brands wachsen schneller als das US-Geschäft von KFC. Dennoch könnte die Abkehr von der jahrzehntelangen Partnerschaft Pepsico weiter schaden. Das Getränkegeschäft des Unternehmens schwächelt bereits. Der Wechsel bedeutet zudem einen empfindlichen Treffer in der langjährigen Rivalität zwischen Coca-Cola und Pepsi. Die Pepsico-Aktie fiel am Donnerstag, nachdem das Wall Street Journal zuerst über die Gespräche mit KFC berichtet hatte. Bei Pepsico trifft der Verlust von Tausenden von KFC-Standorten einen wunden Punkt. KFC war Teil von Pepsico, bis der Konzern 1997 seine Restaurantsparte, zu denen auch Pizza Hut und Taco Bell gehörten, abspaltete. Der Getränkegigant hat in letzter Zeit auch andere Großkunden verloren, darunter die Marriott-Hotels und die Costco-Food-Courts. Kürzlich konnte PepsiCo jedoch Subway als neuen Kunden gewinnen.MBI/DJN/ssc/16.10.2026