Kupfer, Aluminium, Lithium/Rio Tinto belässt Produktionsprognosen für das Gesamtjahr unverändert

Veröffentlicht: 14.10.2026

 Rio Tinto hat im dritten Quartal 205.000 Tonnen Kupfer gefördert, maßgeblich getragen von einem Produktionsanstieg in der Mine Oyu Tolgoi. Die Produktion der mongolischen Kupfermine stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 Prozent und hat seit Jahresbeginn um 29 Prozent zugelegt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres belief sich die Kupferproduktion von Rio Tinto auf insgesamt 646.000 Tonnen, was ein Plus von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darstellt. Für das Gesamtjahr peilt der Bergbaukonzern unverändert eine Kupferproduktion zwischen 800.000 und 870.000 Tonnen an.Bei Aluminium meldet Rio Tinto mit 800.000 Tonnen im dritten Quartal eine um drei Prozent niedrigere Produktion als im Vorjahreszeitraum. Im Neunmonatszeitraum wurden 2,52 Millionen Tonnen Aluminium hergestellt, ebenso viel wie in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Die Vorkehrungen zur Modernisierung der Stromversorgung der Pacific-Hütte seien nun weit fortgeschritten, nachdem im dritten Quartal die Stromversorgungsverträge für Tomago und Bell Bay abgeschlossen wurden, heißt es weiter. Die Jahresprognose für die Aluminiumproduktion belässt Rio Tinto unverändert bei 3,25 Millionen bis 3,45 Millionen Tonnen. Die Lithiumproduktion stieg in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent, obwohl den Angaben zufolge ungünstige Wetterbedingungen den Betrieb im dritten Quartal beeinträchtigten. Auch bei Lithium bleibt die Gesamtprognose für 2026 unverändert.Laut CEO Simon Trott liegen die Großprojekte des Unternehmens weiterhin im Zeit- und Budgetplan. "Wir geben heute bekannt, dass wir seit Jahresbeginn eine Kapitalfreisetzung von mehr als zwei Milliarden US-Dollar erzielt haben, während wir unser Portfolio aktiv und diszipliniert steuern, um den langfristigen Wert zu maximieren", so Trott. Dieser Mittelzufluss ist Teil eines Programms von Rio Tinto zur Kapitalfreisetzung im Umfang von fünf bis zehn Milliarden US-Dollar.Der Nahostkonflikt trifft die Bergbauunternehmen an einer empfindlichen Stelle, denn er sorgt für extreme Energiepreisschwankungen und treibt die Frachtraten nach oben. Rio Tinto erklärte dazu, die operativen Auswirkungen blieben weiterhin begrenzt und die Treibstoffversorgung sei dank Lagerpuffern und alternativer Beschaffungsquellen gesichert.Rio Tinto hält nach einem Plus beim Eisenerz-Absatz von drei Prozent im dritten Quartal an der Jahresprognose für den weltweiten Eisenerzabsatz fest. Rio Tinto teilte mit, im dritten Geschäftsquartal 90,8 Millionen Tonnen Eisenerz verkauft zu haben, wovon der Großteil auf die umfangreichen Förderaktivitäten in der australischen Pilbara-Region entfiel. Das Management führte das Plus auf eine starke Minenleistung sowie solide Hafenlagerbestände des für die Stahlherstellung benötigten Rohstoffs zurück. Das Unternehmen bekräftigte seine Erwartungen für den weltweiten Eisenerzabsatz von 343 bis 366 Millionen Tonnen in den zwölf Monaten bis Dezember.Der Produktionsbericht von Rio Tinto für das dritte Quartal entspricht den Erwartungen, so Ben Davis, Analyst bei RBC Capital Markets. Die Eisenerzlieferungen aus Pilbara verliefen nach seinen Angaben wie erwartet, die Kupferproduktion lag zwei Prozent über den Erwartungen, während die Aluminiumproduktion sechs Prozent unter den Konsensschätzungen blieb. Alle Prognosen seien bestätigt worden, mit Ausnahme der Lithiumproduktion, die nun aufgrund des langsameren Hochlaufs bei Sal de Vida in Argentinien am unteren Ende der Prognosespanne liege, so der Analyst. MBI/DJN/crb/14.10.2026
 

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