Industriestrom/VIK-Indizes steigen im September

Veröffentlicht: 12.10.2026

Die VIK-Indizes sind im September deutlich gestiegen. Dies teilt der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) mit. Der VIK-Basisindex gewann im Vergleich zum Vormonat um 48,39 Punkte beziehungsweise 14,48 Prozent auf 382,65 Punkte. Der VIK-Endpreisindex legte um 48,39 Punkte beziehungsweise 12,49 Prozent auf 435,68 Punkte zu und überschritt damit erstmals seit mehr als drei Jahren wieder die Marke von 400 Punkten. Das gleitende 12-Monatsmittel erhöhte sich beim VIK-Basisindex um 6,82 Punkte beziehungsweise 2,28 Prozent auf 306,34 Punkte und beim VIK-Endpreisindex um 12,11 Punkte beziehungsweise 3,65 Prozent auf 343,44 Punkte. 
 
Die Preise am Stromterminmarkt setzten ihren Aufwärtstrend im September mit deutlichen Zugewinnen fort. Als wesentlichen Treiber der bereits seit März anhaltenden Aufwärtsbewegung nennt der VIK den Erdgasmarkt. Sowohl der TTF-Frontmonat als auch die tägliche LNG-Preisbewertung der europäischen Regulierungsbehörde ACER überschritten im September die Marke von 80 Euro je Megawattstunde. Hintergrund waren vor allem die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Die Straße von Hormus, ein wichtiger Transportweg für Erdgas und Erdöl, steht infolge des Iran-Krieges seit sechs Monaten unter Beschuss. Im September verschärfte sich die Lage zusätzlich durch die Eskalation an der Meerenge Bab al-Mandab, die ebenfalls eine zentrale Rolle für Energietransporte von der Arabischen Halbinsel spielt.
 
Die Mittelwerte der vier EEX-Quartalspreise stiegen gegenüber dem Vormonat im Base um 21,31 Euro beziehungsweise 18,21 Prozent auf 138,32 Euro je Megawattstunde. Im Peak erhöhten sie sich um 26,32 Euro beziehungsweise 21,32 Prozent auf 149,78 Euro je Megawattstunde.MBI/map/13.10.2026
 

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