Veröffentlicht: 22.09.2026
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im August 2026 um 4,6 Prozent höher gewesen als im August 2025. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise im August 2026 gegenüber dem Vormonat Juli 2026 um 1,1 Prozent. Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat sei vor allem auf gestiegene Energiepreise (+8,3 %) zurückzuführen, hieß es. Die Preise für Vorleistungsgüter (plus 6,1 Prozent) stiegen ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat. Edel- und Nichteisenmetalle sowie Stahl waren im August 2026 auf der Erzeugerstufe deutlich teurer. Laut Destatis stiegen die Metallpreise gegenüber August 2025 um 14,8 Prozent. Edelmetalle verteuerten sich auf Jahressicht um 34,6 Prozent und NE-Metalle um 29,5 Prozent. Für Kupfer und Halbzeug daraus musste 34,6 Prozent mehr bezahlt werden als im Vorjahr; bei Aluminium betrug der Preisanstieg zum Vorjahr 23,6 Prozent. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren im August 2026 um 6,9 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, darunter kostete Betonstahl 6,3 Prozent mehr. Kaltgewalzter Flachstahl verteuerte sich im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent und warmgewalzte Flacherzeugnisse um 8,9 Prozent. Die Preise für chemische Grundstoffe stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,2 Prozent. Düngemittel waren 8,4 Prozent teurer als vor einem Jahr. Naphtha, der wichtigste Rohstoff der petrochemischen Industrie, kostete 44,4 Prozent mehr als im August 2025, gegenüber Juli 2026 stieg der Naphtapreis um 6,1 Prozent. Primärkunststoffe verteuerten sich auf Jahressicht um 12,6 Prozent, gingen im Vergleich zum Vormonat aber um 0,8 Prozent zurück. Polyethylen war 36,7 Prozent teurer als vor einem Jahr; gegenüber dem Vormonat reduzierten sich die Preise jedoch um 2,2 Prozent. PVC war gegenüber August 2025 um 4,2 Prozent teurer und stabil im Vergleich zum Juli 2026. Holz war um 7,1 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, und veredeltes und bearbeitetes Flachglas kostete 11,6 Prozent weniger.MBI/kri/sru/22.9.2026