Veröffentlicht: 21.08.2026
Die Anzahl der importierenden Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist im Jahr 2024 im Vergleich mit 2023 (851.000 Unternehmen) gestiegen: Rund 873.000 Unternehmen führten Rohstoffe und Waren ein, wie das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) mitteilte. Das Gros der Importeure bildeten mit 98,3 Prozent die kleinen und mittleren Unternehnmen (KMU). Ihre Anzahl stieg auf fast 859.000 (plus 2,6 Prozent gegenüber 2023). Insgesamt importierte jedes vierte KMU Waren aus dem Ausland. Die Anzahl der importierenden Großunternehmen erhöhte sich zwar gleichfalls – mit plus 1,7 Prozent jedoch weniger als die der importierenden KMU. Ingesamt führten große Unternehmen demnnach Waren im Wert von 792 Milliarden Euro ein. Der Gesamtwert der von den Großunternehmen importierten Waren war damit mehr als doppelt so hoch wie der der KMU. Diametral entgegengesetzt zum Import entwickelte sich der Trend bei den Warenausfuhren: Exportierten 2023 noch rund 267.000 Unternehmen mit Sitz in Deutschland Waren, waren es in 2024 nur noch 263.000 Unternehmen (minus 1,4 Prozent). Mit 255.000 Exportunternehmen stellen die KMU zwar weiterhin die überwiegende Mehrheit der Exporteure, der Wert der von ihnen ausgeführten Waren sank jedoch auf 268 Milliarden Euro (minus 3,2 Prozent). Die wichtigste Herkunftsregion bzw. der bedeutendste Absatzmarkt für die KMU ist laut IfM weiterhin die Europäische Union: 26 Prozent von ihnen importierten Waren aus der EU, dagegen nur 5,3 Prozent aus EU-Drittstaaten. Der Warenwert für die aus der EU importierten Güter lag bei 215 Milliarden Euro – für die Waren aus Nicht-EU-Staaten bei 94 Milliarden Euro. Die kleinen und mittleren Unternehmen profitieren in besonderem Maße von der Größe des EU-Binnenmarkts und den weitgehend harmonisierten Regelungen, wie es weiter hieß. "Zudem bietet der Markt überwiegend Rechtssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen, was gerade angesichts der wachsenden globalen Risiken einen hohen Wert für den Mittelstand insgesamt darstellt", so IfM-Wissenschaftler Peter Kranzusch.MBI/sru/21.8.2026