Veröffentlicht: 20.08.2026
Der Bergbaukonzern Lundin Mining hat seine Prognose für die Kupferproduktion 2026 gesenkt. Als Grund nannte das Unternehmen die Auswirkungen eines zweiten Wintersturms in der chilenischen Region Atacama auf die Betriebe in den Minen Caserones und Candelaria. Der Sturm habe die Erholung von einem vorherigen wetterbedingten Stromausfall verzögert. Die kumulierten Auswirkungen dieser Wetterereignisse haben den Ausblick des Unternehmens für Caserones im Gesamtjahr beeinträchtigt, so Lundin. Daher wurde die Prognose für die Kupferproduktion von Caserones für 2026 auf 120.000 bis 13.000 Tonnen von 130.000 bis 140.000 Tonnen gesenkt. Gleichzeitig hob Lundin die Prognose für die Cash-Kosten auf 2,15 bis 2,35 US-Dollar je Pfund von 2,05 bis 2,25 US-Dollar je Pfund an. Für Candelaria rechnet das Unternehmen weiterhin damit, die Produktionsprognose für das Gesamtjahr zu erreichen. Die Prognose für die konsolidierte Kupferproduktion des Unternehmens liege nun bei 300.000 bis 325.000 Tonnen, erklärte Lundin. Die Prognose für die Cash-Kosten beläuft sich demnach auf 1,95 bis 2,15 US-Dollar je Pfund Kupfer.Nordchile erlebte laut Lundin "eine beispiellose Serie von Winterstürmen", die erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Region Atacama und auf den Betrieb in Caserones hatte. Ein am 13. August aufgezogener Sturm brachte in tieferen Lagen starke Regenfälle sowie in höheren Lagen ungewöhnlich heftige Schneefälle und starke Winde. Ein zweiter Stromausfall in Caserones am 14. August wurde nach Angaben des Unternehmens durch starke Winde und heftigen Schneefall verursacht. Dabei wurde ein Strommast erneut beschädigt, der bereits von einem früheren Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden war. Ein erster Stromausfall hatte den Standort vom 18. bis zum 30. Juli lahmgelegt."Nach dem ersten Sturm waren wir davon ausgegangen, dass die Auswirkungen auf die Produktion am unteren Ende unserer ursprünglichen Prognosespanne bleiben würden. Leider hat ein zweiter schwerer Sturm die geplante Rückkehr zum Vollbetrieb verzögert, was zu zusätzlichen ungeplanten Produktionsausfällen geführt hat. Daher haben wir unsere Prognose angepasst", erklärte CEO Jack Lundin: "Wir konzentrieren uns darauf, Caserones so schnell wie möglich und unter sicheren Bedingungen wieder auf volle Produktion zu bringen." Die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung werde bis Ende dieser Woche erwartet. Anschließend soll der Betrieb schrittweise wieder hochgefahren werden.MBI/gil/20.8.2026