Sonnenblumenkerne/EU erwartet größte Ernte seit drei Jahren

Veröffentlicht: 14.08.2026

Die Ernte an Sonnenblumenkernen in der EU soll in diesem Jahr so groß ausfallen wie seit 2023 nicht mehr. Davon geht die EU-Kommission aus. Sie erwartet für 2026 in der Gemeinschaft eine Erzeugung von rund 9,5 Millionen Tonnen Sonnenblumenkernen, wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) jetzt mitteilt. Dies würde demnach ein Plus von rund 9 Prozent gemessen am Vorjahr bedeuten. Damit bestätige sich die Prognose von April, stellt die Förderunion fest. Zurückzuführen sei das bessere Ergebnis zum einen auf eine rund 5 Prozent größere Anbaufläche und zum anderen auf höhere Erträge, berichtet die Ufop. Mit im Mittel 19,5 Dezitonnen je Hektar sollen die Erträge das langjährige Mittel knapp übertreffen. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden noch 18,7 dt/ha erzielt, 2024 sogar lediglich 17,4 dt/ha, wie die Ufop erläutert. Gleichzeitig wurde die EU-Sonnenblumenfläche um rund 5 Prozent auf 4,9 Mio ha ausgeweitet. Nach den aktuellen Daten bleibt Rumänien trotz einer auf 1,1 Mio ha verringerten Anbaufläche die wichtigste Anbauregion für Sonnenblumen in der EU-27. Dort sollen die Erträge voraussichtlich etwas höher ausfallen, was die Erzeugung auf 2,2 (Vorjahr: 2,1) Mio t anheben könnte, wie die Vereinigung informiert. Mit einer prognostizierten Ernte von knapp 2,1 Mio t soll Bulgarien auf Platz zwei der größten Erzeuger von Sonnenblumenkernen in der Union aufsteigen, so die Förderunion. In Deutschland wurde der Anbau 2026 das zweite Jahr in Folge ausgeweitet, wie die Ufop mit Bezug auf Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) weiter berichtet. Mit 98.000 ha kultivierten die Landwirte hierzulande demnach die bislang größte Anbaufläche mit Sonnenblumen. Bereits 2022 hatten Erzeuger als Reaktion auf das Kriegsgeschehen in Osteuropa den Anbau von Sonnenblumen massiv ausgeweitet. Aufgrund der größeren Fläche soll sich die deutsche Ernte im Jahr 2026 auf rund 222.000 t belaufen. Das wären rund 79.000 t mehr als 2025. Der Hitzestress in Kombination mit dem Wasserdefizit habe allerdings das Ertragspotenzial auch bei den Ölsaaten begrenzt, schränkt die Ufop ein. Anhaltende Trockenheit und Hitze über die Sommermonate wirkten sich demnach auch negativ auf die Entwicklung der französischen Sonnenblumenbestände aus. Die EU-Kommission stellte für das Nachbarland zuletzt ein Erntevolumen von knapp 1,5 Mio t in Aussicht. Das wären rund 60.000 t mehr als 2025, allerdings bei einer um rund 11 Prozent vergrößerten Anbaufläche. Diese werde voraussichtlich die enttäuschenden Erträge nur in Teilen kompensieren können, kommentiert die Ufop.MBI/jc/ste/14.8.2026 

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