Zurückhaltende Nachfrage/Hawesko verbucht weniger Umsatz und mehr Ergebnis

Veröffentlicht: 13.08.2026

Wein- und Spirituosenhändler Hawesko hat in der ersten Jahreshälfte 2026 in einem weiterhin schwachen Gesamtmarktumfeld weniger umgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings verbesserten sich Marge und Ergebnis, wie das in Hamburg ansässige Unternehmen jetzt mitteilte. Sein Vorstand begründete diese Entwicklung jetzt damit, dass kostenseitige Gegenmaßnahmen spürbar wirkten. Vor dem Hintergrund geopolitischer Konflikte, steigender Preise und einer starken Konsumzurückhaltung in Kombination mit einem schrumpfenden Gesamtmarkt passte die Hawesko-Holding jetzt ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 an. Danach soll der Umsatz im Gesamtjahr um 2 bis 4 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr (622 Millionen Euro) zurückgehen. Beim operativen Ergebnis (Ebit) erwartet der Vorstand nun vor einmaligen Aufwendungen 23 Mio bis 26 Mio EUR nach zuvor 28 Mio bis 32 Mio EUR. Zusätzlich sollen einmalige Aufwendungen von bis zu 4 Mio EUR fällig werden. Zuvor war die Führung der Holding hier von bis zu 2 Mio EUR ausgegangen. Im ersten Halbjahr 2026 ging der Hawesko-Konzernumsatz auf 274,8 Mio Euro zurück nach 285,1 Mio EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das operative Ebit verschlechterte sich ebenfalls im Berichtszeitraum, und zwar auf 5,1 Mio EUR nach 6,1 Mio EUR ein Jahr zuvor, wie der Wein- und Spirituosenhändler bekannt gab. Gestützt wurde das Ergebnis demnach durch die bewusste Abgabe unrentablen Umsatzes im B2B-Geschäft in Höhe von rund 5 Mio EUR. Am deutschen Weinmarkt erwartet die Unternehmensführung keine Verbesserung des aktuellen Umfeldes: Die Lage bleibe angespannt, heißt es mit Verweis auf die Belastung der Transportkosten durch die gestiegenen Energiepreise. Zugleich wirkten höhere Mindestlöhne sowie steigende Maut- und CO2-Abgaben kostentreibend. Auf der Nachfrageseite geht der Vorstand der Holding von einer weiterhin gedämpften Konsumstimmung, einer historisch hohen Sparneigung und einem anhaltenden langfristigen Trend zu sinkendem Alkoholkonsum aus. Diese Entwicklung spiegle sich auch in einem geringeren durchschnittlichen Umsatz pro Einkauf wider, teilte der Wein- und Spirituosenhändler mit. Zur Hawesko-Holding gehören unter anderem das Filialnetz von Jacques‘ Weindepot und die Wein Wolf-Gruppe im Großhandel.MBI/jc/ste/13.8.2026 

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