Veröffentlicht: 11.08.2026
Die große brasilianische Tonerde-Raffinerie Alunorte kann wegen einer eingeschränkten Erdgasversorgung nur noch etwa die Hälfte ihrer normalen Tonerdemenge produzieren. Alunorte sei von seinem Lieferanten CELBA, einem Unternehmen der New Fortress Group, über Störungen bei der Verfügbarkeit von Erdgas informiert worden, teilte Norsk Hydro, der Betreiber der Raffinerie, mit. CELBA besitzt demnach auch die Infrastruktur des Gasterminals in Barcarena im brasilianischen Bundesstaat Pará. "Alunorte hat daraufhin die Produktion von Tonerde auf 50 Prozent reduziert", erklärte Hydro. Die Raffinerie werde die Produktion wieder auf volle Kapazität hochfahren, "sobald sich die Gasverfügbarkeit normalisiert". Um die betrieblichen Auswirkungen zu begrenzen, hat Alunorte Notfallmaßnahmen ergriffen. Dazu gehören laut Norsk Hydro der Kauf von Gasmengen am Spotmarkt sowie die Beantragung eines direkten Zugangs zum LNG-Annahme- und Wiederverdampfungsterminal in Barcarena.CELBA habe mitgeteilt, dass sich der Lieferant um die Beschaffung von Gas bemühe, das zu mit seiner derzeitigen finanziellen Situation vereinbaren Marktbedingungen an Alunorte geliefert werden könne, so Hydro. Parallel dazu wolle Alunorte seine Bemühungen fortsetzen, langfristige alternative Gaslieferungen zu sichern und dabei seine Rechte aus dem Gasliefervertrag zu wahren.Die finanziellen Auswirkungen der Unterbrechungen bei der Gasversorgung sind nach Angabn von Norsk Hydro ungewiss. Die möglichen finanziellen Auswirkungen im dritten Quartal 2026 auf den Geschäftsbereich Bauxit & Tonerde infolge der reduzierten Produktion und des Kaufs von Gas zu Preisen über dem vertraglich vereinbarten Preis könnten sich demnach auf 75 bis 100 Millionen US-Dollar belaufen.MBI/gil/11.8.2026