Versorgungssicherheit/ Experten fordern strategische Metallpolitik

Veröffentlicht: 31.07.2026

 Deutschland muss bei der Versorgung mit kritischen und strategischen Metallen endlich vom Reagieren zum Handeln kommen, fordern Experten. Die sei nötig angesichts wachsender geopolitischer Risiken, einer hohen Importabhängigkeit sowie zunehmender Lieferkettenstörungen. Die Experten legten als Ergebnis eines Workshops zum Thema "Rohstoffwende Metalle" zwölf konkrete Handlungsempfehlungen vor. Veranstalter waren unter anderem die Deutsche Rohstoffagentur, die Leuphana Universität Lüneburg, die Hochschule Pforzheim und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie."Leitgedanke unserer Empfehlungen ist die Entwicklung einer langfristigen, strategischen Metallpolitik", so Klaus Kümmerer vom Institut für Nachhaltige Chemie der Leuphana Universität Lüneburg. Ziel müsse es sein, die Versorgung mit kritischen Metallen dauerhaft, nachhaltig und krisenfest zu sichern. Das Spektrum der von den Teilnehmern des Workshops vorgeschlagenen Maßnahmen reicht von der kurzfristigen Krisenvorsorge bis hin zu einer umfassenden nationalen Metallstrategie. Zu den kurzfristigen Maßnahmen gehört auch der Aufbau einer strategischen Rohstoffreserve für kritische und strategische Metalle sowie die Einführung von Notfallplänen, Krisenstäben und regelmäßigen Stresstests für Lieferketten.Für die mittel- bis langfristige Sicherung der Versorgung empfehlen die Fachleute unter anderem den Aufbau eines nationalen Metallkatasters, die Einführung digitaler Produktpässe sowie eine systematische Erfassung und Verringerung des Metallverbrauchs in der digitalen Infrastruktur. Gleichzeitig sollen Verluste wertvoller Technologiemetalle entlang des gesamten Lebenszyklus reduziert und Recyclingpotenziale erschlossen werden.Ein weiterer Schwerpunkt der Vorschläge sei die Entwicklung einer Nationalen Metallstrategie, heißt es weiter. Diese soll die bisherige Rohstoffpolitik bündeln, ressortübergreifend koordinieren und die Versorgungssicherheit mit Metallen sichern. "Eine moderne Metallpolitik wird als gleichrangig mit der Energiepolitik eingestuft."MBI/crb/31.7.2026
 

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