Veröffentlicht: 15.06.2026
Glencore Canada nimmt nach der Verabschiedung von Bill 11 in der Provinz Québec seine Investitionen zur Reduzierung der Luftemissionen an der Horne-Kupferschmelze in Rouyn-Noranda wieder auf. Das neue Gesetz schafft einen regulatorischen Rahmen für den Betrieb der Anlage bis 2033, wie Glencore Canada mitteilte. Gleichzeitig verlängere das Gesetz die Frist zur Einhaltung strenger Grenzwerte für Arsenemissionen in der Umgebungsluft um zwei Jahre bis 2029/30. "Wir freuen uns, dass wir unsere Investitionen in die Projekte zur Reduzierung der Luftemissionen der Horne-Schmelze schrittweise wieder aufnehmen. Wir würdigen die Rolle der Regierung von Québec bei der Schaffung der dringend benötigten regulatorischen Stabilität", erklärte Marc Bédard, Chief Operating Officer (COO) für Custom Metallurgical Assets bei Glencore. Anfang des Jahres hatte Glencore Canada Umweltinvestitionen in Höhe von rund 300 Millionen US-Dollar aufgrund regulatorischer Unsicherheiten auf Eis gelegt. Nach Unternehmensangaben sollen die Emissionsminderungsprojekte die Horne-Schmelze künftig zu einer der weltweit leistungsstärksten Kupferschmelzen hinsichtlich ihrer Umweltbilanz machen.Glencore verwies zugleich auf die strategische Bedeutung der Anlage als letzte verbliebene Kupferschmelze Kanadas. Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, Handelsbarrieren und Lieferkettenrisiken fordert das Unternehmen zusätzliche Unterstützung durch die kanadische Bundesregierung. Insbesondere der Strategic Response Fund müsse genutzt werden, um die wirtschaftliche Zukunft der Horne-Schmelze sowie der angeschlossenen CCR-Kupferraffinerie (Canadian Copper Refinery) in Montréal zu sichern, so Glencore Canada. Die Horne-Schmelze zählt demnach zu den größten Verwertern von Elektronikschrott in Nordamerika und bildet gemeinsam mit der CCR-Raffinerie einen zentralen Bestandteil der kanadischen Kupfer-Wertschöpfungskette."Die regulatorische Planungssicherheit, die die Regierung von Québec geschaffen hat, sowie ihre bestehenden zielgerichteten Förderprogramme zeigen, welchen Stellenwert die Provinz dem Kupfersektor beimisst", sagte Bédard: "Die Unterstützung der kanadischen Bundesregierung ist entscheidend, um zukünftige Investitionen freizusetzen und die Zukunft der letzten Kupferschmelze und Raffinerie des Landes zu sichern." Mit der richtigen Partnerschaft auf Bundesebene könnte Kanada über einen starken industriellen Anker in der mittleren Wertschöpfungsstufe verfügen.MBI/gil/15.6.2026