Veröffentlicht: 15.06.2026
Die Verkaufspreise im Großhandel haben im Mai spürbar über dem Vorjahresniveau gelegen. Sie stiegen um 5,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Damit hat sich die Dynamik nur leicht abgeschwächt, nachdem die Steigerungsraten im April noch bei 6,3 Prozent und im März bei 4,1 Prozent gelegen hatten, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Großhandelspreise hingegen um 0,6 Prozent.Spürbare Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es insbesondere bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen mit minus 10,7 Prozent sowie bei lebenden Tieren mit minus 10,1 Prozent. Die aktuellen Entwicklungen sind jedoch primär auf die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten zurückzuführen. Hauptursächlich für den Anstieg der Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahresmonat war der Preisanstieg bei Mineralölerzeugnissen. Die Preise lagen im Durchschnitt um 30,5 Prozent über denen des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat fielen sie jedoch - vor allem aufgrund der Reduzierung des Energiesteuersatzes - um 7,3 Prozent. Ebenfalls bedeutend für die Entwicklung im Vorjahresvergleich war der Preisanstieg im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug, der bei 36,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag. Zudem stiegen die Preise im Großhandel für chemische Erzeugnisse um 13,3 Prozent sowie für Blumen und Pflanzen um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.MBI/DJN/ssc/15.6.2026