BVE-Konjunkturreport/Ernährungsindustrie steigert Umsatz deutlich

Veröffentlicht: 09.06.2026

Die Nahrungsmittelhersteller in Deutschland haben zuletzt spürbar mehr umgesetzt. Wie die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) jetzt mitteilte, verzeichnete die Branche im März 2026 ein preisbereinigtes Umsatzplus von 5,6 Prozent im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresmonat. Dabei erhöhten sich die preisbereinigten Erlöse im Ausland um 5,9 Prozent. Auch der Inlandsumsatz legte um 5,4 Prozent zu. Insgesamt erzielten die Lebensmittelproduzenten laut BVE einen nominalen Umsatz von 20,7 Milliarden Euro, der damit um 3,0 Prozent über dem Vergleichsmonat des Vorjahres lag. Dabei verzeichnete das Inlandsgeschäft mit 13,0 Mrd EUR ein Plus von 4,0 Prozent. Der nominale Auslandsumsatz belief sich auf 7,7 Mrd EUR und lag damit um 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Ausfuhrpreise sanken im Berichtszeitraum um 4,4 Prozent, während die Inlandsverkaufspreise um 1,3 Prozent zurückgingen. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. Dieser Index misst die reale Produktionsmenge und ist um Preisveränderungen bereinigt. Wie die BVE weiter berichtet, lagen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im März dieses Jahres 2,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats und 8,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse stiegen im Vormonatsvergleich um 1,4 Prozent und lagen im Jahresvergleich 8,0 Prozent unter der Vorjahreslinie. Produkte tierischer Herkunft verzeichneten im März einen Anstieg von 2,5 Prozent gemessen am Vormonat und lagen im Jahresvergleich 9,3 Prozent im Minus. Einen deutlichen Anstieg gab es hingegen beim Preisindex für Rinder, der im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,3 Prozent zulegte. Der Preisindex für Schweine gab derweil im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozent nach. Der monatlich veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex, der als Indikator für die Stimmung und Erwartungen in der Ernährungsindustrie gilt, stieg nach Angaben der BVE im Mai gemessen am Vormonat um 2,5 Punkte auf 92,2 Punkte. Er liege damit jedoch weiterhin deutlich unter der neutralen Marke von 100 Punkten, betont der Branchenverband. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verbesserte sich demnach auf 92,7 Punkte. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate fielen dagegen im Vergleich zum Vormonat etwas schlechter aus: Hier sank der Saldo auf 91,8 Punkte. Der Anteil der Unternehmen mit sinkenden Geschäftserwartungen überwiegt laut BVE weiterhin deutlich: 14,7 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung, während 25,2 Prozent eine Verschlechterung erwarten.MBI/jc/ste/9.6.2026 

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