Veröffentlicht: 20.05.2026
Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im April gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, kletterten die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent. Dies stellt den höchsten Anstieg auf Jahressicht seit Mai 2023 dar, als ein Plus von 2,5 Prozent verzeichnet worden war. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit Steigerungsraten von 1,0 und 1,5 Prozent gerechnet.
Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat ist vor allem auf gestiegene Preise von Vorleistungsgütern zurückzuführen. Die Preise für Energie sind ebenfalls gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Auch Investitionsgüter und Gebrauchsgüter waren teurer als vor einem Jahr, günstiger waren hingegen Verbrauchsgüter. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent und binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent.Die Preise für Vorleistungsgüter waren im April 2026 um 2,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat (+1,2 Prozent) gegenüber März 2026). Für den Preisanstieg gegenüber April 2025 sorgten vor allem die höheren Preise von Metallen (+9,1 Prozent). Insbesondere die Preise für Edelmetalle (+63,6 Prozent) stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich, gegenüber März 2026 sanken sie hingegen um 5,9 Prozent. Für Kupfer und Halbzeug daraus musste 20,9 Prozent mehr bezahlt werden als im Vorjahr. Billiger als im Vorjahr waren dagegen Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-0,9 Prozent), darunter kostete Betonstahl allerdings 0,1 Prozent mehr.MBI/DJN/emv/20.5.2026