Veröffentlicht: 13.05.2026
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland haben im März 2026 erneut deutlich unter dem Vorjahresniveau gelegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die Preise im Durchschnitt um 8,8 Prozent unter dem Niveau von März 2025. Damit setzte sich der Rückgang zwar fort, fiel aber etwas schwächer aus als in den Vormonaten. Gegenüber Februar 2026 stiegen die Agrarpreise allerdings um 2,1 Prozent.
Besonders stark unter Druck blieben die Preise für pflanzliche Erzeugnisse, die im Jahresvergleich um 8,0 Prozent sanken. Ausschlaggebend waren erneut die Speisekartoffeln, deren Preise um 55,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. Auch Obst verbilligte sich deutlich um 31,2 Prozent, darunter Tafeläpfel mit minus 33,0 Prozent. Dagegen verteuerte sich Gemüse um 19,3 Prozent. Vor allem Gurken, Salat und Tomaten lagen spürbar über dem Vorjahresniveau. Die Weinpreise stiegen leicht um 1,8 Prozent.
Die Getreidepreise lagen im März um 14,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Futterpflanzen verbilligten sich um 6,2 Prozent. Raps verteuerte sich um 2,5 Prozent.
Bei tierischen Erzeugnissen gingen die Preise im Durchschnitt um 9,3 Prozent zurück. Hauptgrund war der starke Preisrückgang bei Milch um 27,0 Prozent gegenüber März 2025. Auch Schlachtschweine verbilligten sich um 3,6 Prozent. Dagegen stiegen die Preise für Rinder um 13,3 Prozent, Geflügel verteuerte sich um 3,9 Prozent und Eier um 13,8 Prozent.
MBI/12/ste/13.5.2026