Hohe Rohstoffpreise gleichen Einbußen aus/Kupferproduktion von Glencore steigt um 19 Prozent

Veröffentlicht: 30.04.2026

Die Kupferproduktion von Glencore ist im ersten Quartal 2026 um 19 Prozent gestiegen und hat von verbesserten Erzgehalten in Afrika profitiert. Der in der Schweiz ansässige Rohstoffhändler und Bergbaukonzern produzierte im ersten Quartal 199.600 Tonnen Kupfer, nach 167.900 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Treiber waren bessere Erzqualitäten in den afrikanischen Betrieben sowie eine höhere Produktion in der Antamina-Mine in Peru, wie Glencore mitteilte. Die Kobaltproduktion sank im Quartal um 39 Prozent auf 5.800 Tonnen. Aufgrund von Exportquotenbeschränkungen habe Glencore die Kupferproduktion in seinen Anlagen in der Demokratischen Republik Kongo priorisiert, teilte das Unternehmen mit. "Obwohl die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf unser Industriegeschäft im ersten Quartal begrenzt waren, zeigen sich nun jüngste und aufkommende Effekte", sagte CEO Gary Nagle. Kostendruck entstehe durch gestiegene Preise für Diesel und Schwefelsäure. Höhere Rohstoffpreise würden diese Belastungen jedoch mehr als ausgleichen und zur Ausweitung der Margen beitragen.Laut Glencore könnte die Handelssparte des Unternehmens in diesem Jahr ihr langfristiges Gewinnziel übertreffen, wenn die Entwicklung des ersten Quartals hochgerechnet wird, da der Krieg im Nahen Osten zwar die Kosten erhöht, gleichzeitig aber die Rohstoffpreise steigen lässt. Glencore bestätigte seine Produktionsprognose für das Gesamtjahr, einschließlich Kupfer, nachdem die Produktion im ersten Quartal nach eigenen Angaben weitgehend den Erwartungen entsprochen hatte.Glencores Zinkproduktion ging nach Angaben des Unternehmens im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahresquartal um 17 Prozent auf 176.900 Tonnen zurück. Hauptursachen waren demnach das Erreichen des Lebensendes der Mine Lady Loretta Ende 2025 (22.300 Tonnen) sowie ein geringerer Beitrag von Kazzinc (13.800 Tonnen). Die Nickel-Förderung betrug 17.200 Tonnen und lag damit um neun Prozent unter dem ersten Quartal 2025, so Glencore. Dies sei vor allem auf die Störung im Jahr 2025 in Sudbury zurückzuführen. Die zurechenbare Förderung von Chromerz belief sich laut Glencore auf 830.000 Tonnen und lag damit weitgehend auf dem Niveau des Vorjahresquartals.MBI/gil/30.4.2026
 

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