Veröffentlicht: 30.04.2026
Die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind im März stärker gesunken als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, fielen die Umsätze nach Abzug der Inflation um 2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Rückgang um 0,2 Prozent prognostiziert. Für den Februar wurde der monatliche Rückgang auf real 0,3 (zunächst: 0,5) Prozent revidiert. Auf Jahressicht lagen die Umsätze im März preisbereinigt um 2,0 Prozent niedriger. Der Einzelhandel macht rund 25 Prozent des privaten Konsums in Deutschland aus. Die Daten zum Einzelhandel unterliegen häufig größeren Revisionen. "Auffällig war im März die Entwicklung der Umsätze der Tankstellen infolge des Kriegs im Nahen Osten: Nach Kalender- und Saisonbereinigung sanken die Umsätze real um 5,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, nominal stiegen sie um 5,5 Prozent", erklärten die Statistiker. "Zu beachten ist, dass im Umsatz der Tankstellen auch die Verkäufe in den Tankstellenshops enthalten sind." Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln sank im März gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt real um 2,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Umsatz einen Rückgang von real 3,3 Prozent.MBI/DJN/sru/30.4.2026