Veröffentlicht: 29.04.2026
Die dänische Brauerei Carlsberg hat mit Verkäufen von teurerem Bier und Erfrischungsgetränken zu Beginn des Jahres punkten können und damit den Umsatz steigern können. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, trage dies zu den vorsichtigen Anzeichen einer Erholung für die weltweiten Brauereien bei, da sich die Konsumenten vom Konflikt im Nahen Osten unbeeindruckt zeigten. Man habe in den ersten drei Monaten des Jahres keine größeren Veränderungen im Konsumverhalten festgestellt, trotz eines "volatilen und unsicheren" geopolitischen Umfelds. "Wir beobachten die Entwicklungen in unseren Märkten genau und werden bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergreifen", teilte das Unternehmen mit. Höhere Volumina trugen dazu bei, den Umsatz von Carlsberg im Quartal auf 20,72 Milliarden Dänische Kronen zu steigern, was 3,25 Milliarden Dollar entspricht. Das ist ein Anstieg von 3 Prozent gegenüber den 20,12 Mrd DKK Kronen, die der Konzern im ersten Quartal 2025 erwirtschaftete. Für das Gesamtjahr erwarte Carlsberg weiterhin einen organischen Anstieg des Betriebsgewinns von 2 bis 6 Prozent auf knapp 14 Mrd DKK, teilte das Unternehmen mit. Das organische Volumenwachstum lag in den ersten drei Monaten des Jahres 2,8 Prozent höher als im gleichen Vorjahreszeitraum, wobei ein sprunghafter Anstieg des Volumens bei Erfrischungsgetränken das Gesamtergebnis steigerte. Dies spiegelt Carlsbergs Strategie, mit der Übernahme der britischen Gruppe Britvic auf alkoholfreie Getränke zu setzen. Britvic wurde Anfang letzten Jahres für rund 3,3 Milliarden Britische Pfund (4,46 Milliarden US-Dollar) übernommen. Britvic stellt eine Reihe von Erfrischungsgetränken und Sirupen für Endverbraucher her, einschließlich der Art von aromatisierten Mixgetränken, von denen Analysten erwarten, dass sie einen größeren Anteil am Umsatz in Bars und Kneipen einnehmen werden. Auch das Biervolumen von Carlsberg entwickelte sich zu Jahresbeginn wieder positiv und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent. Im Laufe des Jahres 2025 war es noch gesunken, da sich zunehmend finanzschwache und gesundheitsbewusste Verbraucher von Lagerbieren und Stouts abwandten. Premium-Biere legten zu Beginn dieses Jahres volumenmäßig um 3 Prozent zu und trugen so zum Gesamtergebnis bei. Die Rückkehr zu positivem Volumenwachstum nach einer Phase des Rückgangs sei ermutigend, schrieben James Edwardes Jones und Wasachon Udomsilpa, Analysten für das Getränkegeschäft bei RBC Capital Markets. Ein solider Jahresauftakt für Carlsberg verstärkt die Anzeichen einer Erholung für die Brauereien nach einer Zeit rückläufiger Volumina und Umsätze. Der niederländische Konzern Heineken teilte letzte Woche mit, dass sein eigener Nettoumsatz im ersten Quartal gestiegen sei, da die organischen Volumina wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt seien. Eine Preiserhöhung habe den Umsatz des Konzerns gesteigert, hieß es. Der weltgrößte Brauer hinter Bud Light, Stella Artois und Michelob, die in Belgien notierte AB InBev, wird nächste Woche seine eigenen Zahlen für das Quartal vorlegen.MBI/DJN/ssc/29.4.2026