Veröffentlicht: 28.04.2026
Der schwedische Stahlhersteller SSAB sieht derzeit begrenzte direkte Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf sein eigenes Geschäft. Ein längerer Konflikt könnte die Wirtschaftsaktivität jedoch beeinträchtigen, warnte das Unternehmen. Kunden in mehreren Märkten würden vorsichtiger. Im ersten Quartal 2026 seien die Märkte für hochfesten Stahl im Nahen Osten von den Feindseligkeiten betroffen gewesen. Gleichzeitig hat sich laut SSAB die zugrundeliegende Nachfrage in Europa etwas verbessert und die globalen Märkte hätten insgesamt eine saisonal bedingt höhere Nachfrage gezeigt. Die Produktion und die Auslieferungen von SSAB waren im Q1 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal höher. Für das zweite Quartal erwartet der Konzern insgesamt stabile Stahllieferungen in allen seinen Sparten bei etwas höheren realisierten Preisen. SSAB verbuchte im ersten Quartal einen Nettogewinn von 1,6 Milliarden schwedischen Kronen, nach 1,13 Milliarden schwedischen Kronen im Vorjahrzeitraum. Der Umsatz sank um 0,7 Prozent auf 25,34 Milliarden schwedische Kronen. Von Factset befragte Analysten hatten einen Nettogewinn von 1,65 Milliarden Kronen bei einem Umsatz von 24,34 Milliarden Kronen erwartet.Bei europäischen Standardstählen verzeichnete SSAB im ersten Quartal weiterhin einen vorsichtigen Markt, wobei die Importmengen zurückgegangen seien. Im Laufe des Quartals seien einige europäische Produktionskapazitäten, teilweise wegen Wartungsarbeiten, stillgelegt worden.Im laufenden Jahr 2026 rechnet das schwedische Stahlunternehmen den Angaben zufolge mit Gesamtwartungskosten von 1,45 Milliarden schwedischen Kronen (157,3 Millionen US-Dollar). Die gesamten Wartungs- und strategischen Investitionsausgaben sollen sich auf rund 13,5 Milliarden Kronen belaufen.MBI/DJN/gil/28.4.2026