Veröffentlicht: 23.04.2026
Vossloh hat im ersten Quartal beim Umsatz zweistellige Wachstumsraten erzielt und dabei von der guten Auftragslage und dem Erwerb des Betonschwellenherstellers VTT Europa (Sateba) profitiert. Auch der operative Gewinn EBITDA stieg im Vorjahresvergleich. Rückläufig waren allerdings die operativen Gewinnmargen sowie zum Teil kaufpreisbedingt das EBIT. Unter dem Strich rutschte der Bahntechnikkonzern in die roten Zahlen. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das im SDAX notierte Unternehmen. Wie Vossloh mitteilte, stieg der Umsatz im Auftaktquartal um 25,3 Prozent auf 314,6 Millionen Euro. Bereinigt um die Akquisition lag der Umsatz etwa auf Vorjahresniveau. Der Auftragseingang stieg auf 420,2 Millionen Euro von 339,2 Millionen. Der Auftragsbestand legte im Vorjahresvergleich um knapp 23 Prozent auf 1,137 Milliarden zu. Die Marktnachfrage im globalen Bahninfrastrukturmarkt sei unverändert hoch.
Das EBITDA steigerte Vossloh auf 24,3 Millionen Euro von 21,7 Millionen. Hier habe der Konzern von dem erstmaligen Einbeziehen von Sateba profitiert und dadurch "einen zum Teil witterungsbedingt margenschwächeren Projektmix im Bestandsgeschäft" überkompensiert. Die EBITDA-Marge verschlechterte sich auf 7,7 Prozent von 8,6. Das EBIT sank auf 200.000 Euro von 7,4 Millionen Euro im Vorjahr. Nach Steuern ergab sich ein Verlust von 5,7 Millionen Euro verglichen mit einem Gewinn von 6,9 Millionen im Vorjahr. Je Aktie betrug der Verlust 0,57 Euro nach einem Gewinn von 0,24 Euro.
Im Gesamtjahr peilt Vossloh unverändert ein Umsatzplus auf 1,56 bis 1,66 Milliarden Euro an (2025: 1,34 Milliarden). Wachstumstreiber sollen der Geschäftsbereich Core Components und die erstmals ganzjährige Konsolidierung der Sateba-Gruppe sein. Das EBITDA soll weiterhin auf 215 bis 230 Millionen Euro zulegen, die EBITDA--Marge auf 13,5 bis 14,5 Prozent von 13,4 Prozent. Beim EBIT rechnet der Konzern mit 118,5 bis 131,0 Millionen Euro, die Kennziffer werde allerdings signifikant durch die Kaufpreisallokation-Belastungen für Sateba belastet.
MBI/DJN/gil/23.4.2026