Veröffentlicht: 22.04.2026
U. S. Steel will seine Gary Tin Mill am Standort Gary Works im US-Bundesstaat Indiana wieder in Betrieb nehmen. Man will die heimische Produktion von Weißblech steigern und Kunden mit in den USA hergestellten Produkten zu beliefern, teilte das Unternehmen mit. Grund für die geplante Wiederinbetriebnahme sei das anhaltende Interesse der Kunden an einer langfristigen Versorgung mit Blechwalzprodukten aus heimischer Produktion."Kunden legen zunehmend Wert darauf, sich eine verlässliche inländische Versorgung zu sichern, auf die sie langfristig zählen können”, sagte David B. Burritt, Präsident und Chief Executive Officer von U. S. Steel. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Wiederinbetriebnahme der Gary Tin Mill Anfang 2027 erfolgen wird, vorbehaltlich des Abschlusses der Wartungsarbeiten.Das Unternehmen veranschlagt die Kosten für die Wiederaufnahme des Betriebs auf etwa 15 bis 20 Millionen US-Dollar. Diese dienen in erster Linie der Sicherstellung der Betriebsbereitschaft und umfassen Anlageninspektionen, Wartungsarbeiten sowie die für die Wiederaufnahme der Produktion erforderlichen Materialien. Die Wiederaufnahme des Betriebs wird voraussichtlich rund 225 Arbeitsplätze im Werk Gary sichern.Die im Gary Tin Mill hergestellten Weißblechprodukte werden in wichtigen Anwendungsbereichen eingesetzt, darunter Lebensmittel- und Getränkeverpackungen, Aerosolprodukte, Ölfilterprodukte und andere wichtige Endmärkte.Mitte April reichte U.S. Steel eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit der Gewerkschaft United Steelworkers Anträge auf Antidumpingzölle gegen Importe von verzinntem und verchromtem Stahlblech ("Zinnwalzprodukte”) aus China, Taiwan und der Türkei sowie einen Antrag auf Ausgleichszölle gegen subventionierte Importe von Zinnwalzprodukten aus China ein.MBI/emv/22.4.2026