Veröffentlicht: 10.04.2026
Das schwedische Unternehmen PowerCell setzt verstärkt auf die Dekarbonisierung der Schifffahrt und strebt dabei neue technologische Maßstäbe an. Im Rahmen des Forschungsprojekts "MiNaMi"arbeitet das Unternehmen an Brennstoffzellensystemen, die eine außergewöhnlich hohe Betriebsdauer erreichen sollen. Ziel ist es, die technologischen Hürden für einen emissionsfreien Langstreckenverkehr auf den Weltmeeren zu überwinden.Das Konsortium hinter dem Projekt "Million Nautical Mile Fuel Cell System" (MiNaMi) hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Die Systeme sollen eine Lebensdauer von bis zu 80.000 Betriebsstunden erreichen. In der maritimen Wirtschaft ist diese Ausdauer entscheidend, da Antriebssysteme dort extremen Belastungen und langen Einsatzzeiten ohne Wartungsunterbrechungen standhalten müssen.PowerCell bringt in diese Zusammenarbeit seine Expertise in der Systemintegration und Steuerungstechnik ein. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung werden neue Wartungskonzepte und Kontrollstrategien entwickelt. Diese sollen sicherstellen, dass die Brennstoffzellen auch unter den anspruchsvollen Bedingungen auf hoher See ihre Leistungsfähigkeit über Jahre hinweg stabil halten.Die Teilnahme an solchen Großprojekten ist Teil einer umfassenderen Strategie, die PowerCell nicht nur in der Schifffahrt, sondern auch in der Luftfahrt verfolgt. Dabei steht die Weiterentwicklung modularer Architekturen im Vordergrund. Diese Flexibilität ist notwendig, um Brennstoffzellensysteme so zu skalieren, dass sie Leistungen im Megawatt-Bereich erbringen können – eine Grundvoraussetzung für den Antrieb großer Fracht- oder Passagierschiffe.MBI/sir/emv/10.4.2026