Veröffentlicht: 03.03.2026
Das Australian Bureau of Agricultural and Resource Economics and Sciences (Abares) hat seine Prognose für die Winterernte (einschließlich Weizen, Gerste und Canola) in Australien im Wirtschaftsjahr 2025/26 von 66,3 Millionen auf 68,4 Millionen Tonnen angehoben, da die Erträge besser als erwartet ausfielen als in den Schätzungen vom Dezember. Die Mengen bedeuten einen Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr und von 15 Prozent gegenüber dem Fünf-Jahres-Durchschnitt (59,5 Mio t), wie es in dem aktuellen Bericht der Rohstoffbehörde weiter heißt. Auch wäre es die zweitgrößte Wintergetreideernte in der Geschichte des Landes. Die Druschergebnisse deuten darauf hin, dass die Erträge die Erwartungen übertroffen haben, insbesondere in den Bundesstaaten Westaustralien und Victoria, für die die Prognosen für die Winterernte um 2 Prozent bzw. 11 Prozent angehoben wurden. Laut Abares stieg die Anbaufläche für Wintergetreide im Wirtschaftsjahr 2025/26 auf einen Rekordwert von 25,2 Millionen Hektar, insbesondere in Queensland, Südaustralien und Westaustralien, was den Rückgang der Anbauflächen in New South Wales und Victoria teilweise ausglich. Die Weizenerzeugung sieht Abares nun bei 36 (Dezember-Prognose: 35,6; Vorjahr: 34,1) Mio t. Nach 40,5 Mio t in der Saison 2022/23 und 36,2 Mio t in der Saison 2021/22 entspricht die für 2025/26 veranschlagte Menge der drittgrößten Weizenernte Australiens. Dabei wurde die Aussaatfläche um 5 Prozent auf 12,4 Mio ha verringert, aber die deutliche Verbesserung des Ertrags kann den Flächenschwund mehr als ausgleichen. Die Erzeugung von Gerste wird bei 16,3 (15,7; USDA: 15) Mio t gesehen, da die Aussaatfläche um 3 Prozent auf 4,7 Mio ha gestiegen ist, und außerdem der Ertrag deutlich über dem Jahresdurchschnitt lag. Der bisherige Rekord aus dem Wirtschaftsjahr 2020/21 lag bei 14,65 Mio t. Auch bei Canola korrigierte Abares seine Prognose im März nach oben und erwartet nun 7,7 (7,2; USDA: 6,7; Vorjahr: 6,1) Mio t. Nach dem Rekord von 8,44 Mio t in der Saison 2022/23 dürfte 2025/26 die zweithöchste Canolaernte in der Geschichte sein. Die Anbaufläche kletterte um 8 Prozent auf 3,7 Mio ha und die Erträge übertreffen das fünfjährige Mittel.Allerdings wird die Sorghumproduktion im Wirtschaftsjahr 2025/26 laut Abares-Prognose um 6 Prozent auf 2,5 Mio t zurückgehen, trotz einer Zunahme der Aussaatfläche um 11 Prozent und einer durchschnittlichen Bodenfeuchtigkeit in der frühen Entwicklungsphase. Im weiteren Verlauf des Jahres sorgten jedoch unterdurchschnittliche Niederschläge im Sommer und deutlich überdurchschnittliche Temperaturen für sinkende Erträge.MBI/12/ssc/sru/3.3.2026