Veröffentlicht: 27.02.2026
Die Exporte von Biodiesel aus Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2025 im Vergleich mit dem Rekordvolumen des Vorjahres von 3,22 Millionen Tonnen um rund 11 Prozent auf 2,9 Millionen Tonnen gesunken. Der Nettoexport verringerte sich demnach um 470.000 t auf 1,14 Mio t. Damit werde auch Potenzial zum Klimaschutz im Verkehr exportiert, kritisierte die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop). Sie fordert daher Anpassungen im Rahmen des laufenden parlamentarischen Verfahrens zum Treibhausgas-(THG)-Quotengesetz. Bei den Biodiesel-Ausfuhren sind die Niederlande weiterhin mit Abstand wichtigster Handelspartner, wie die Ufop berichtet. Rotterdam fungiert dabei als zentrale Drehscheibe im internationalen Biokraftstoffhandel. Die Liefermengen in die Niederlande blieben demnach mit 1,4 Mio t weitgehend unverändert. Gleiches gilt für die Lieferungen nach Belgien: Mit 708.700 t und einem Zuwachs von 1 Prozent gemessen am Vorjahr nimmt dieses Nachbarland Platz zwei der wichtigsten Abnehmer von Biodiesel aus Deutschland ein vor Polen mit 356.700 t (minus 10 Prozent). Das größte Importplus ergab sich bei Österreich, das 2025 mit 121.700 t rund 29 Prozent mehr deutschen Biodiesel bezog. Dagegen nahmen die Ausfuhren in die Schweiz, nach Frankreich, Lettland, Schweden und andere Länder der EU ab. Ein anderes Bild ergibt sich bei den Einfuhren von Biodiesel: Deutschland bezog im Berichtsjahr rund 1,7 Mio t Biodiesel aus dem Ausland und somit rund 7 Prozent mehr als 2024, wie die Ufop mit Bezug auf Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (Ami) berichtet. Die größten Mengen gelangten dabei aus den Niederlanden (967.000 t), Belgien (452.000 t), Malaysia (113.000 t) und Polen (80.100 t) hierhin. Als besonders auffällig stuft die Förderunion den Anstieg der Importe aus Polen um rund 25 Prozent ein. Aus Malaysia kamen dagegen knapp 16 Prozent weniger Biodiesel nach Deutschland. Vor dem Hintergrund der Beratung des Gesetzesentwurfs zur Weiterentwicklung der THG-Quote im Deutschen Bundestag fordert die Ufop die Anhebung der Kappungsgrenze für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse von 4,4 Prozent auf das EU-rechtlich zulässige Niveau von 5,8 Prozent. Darüber hinaus setzt sich die Förderunion dafür ein, zur Stabilisierung der THG-Quotenpreise die für das Jahr 2028 vorgesehene THG-Quotenverpflichtung von 17,5 Prozent auf das Jahr 2027 vorzuziehen und im folgenden Jahr 2028 eine Erhöhung auf 19,5 Prozent vorzunehmen.MBI/12/jc/sru/27.2.2026