AMAG mit Ergebnisrückgang 2025, aber vorsichtig positiv für 2026 gestimmt

Veröffentlicht: 27.02.2026

Die AMAG-Gruppe hat im vergangenen Jahr weniger verkauft und musste einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Der Gesamtabsatz lag mit 417.600 Tonnen um 1,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 137,0 Millionen EUR, das sind 23, 5 Prozent weniger als 2024.Die Umsatzerlöse dagegen stiegen 2025 auf 1,478,5 Milliarden Euro, 2,1 Prozent mehr als 2024. Insbesondere der um 7,4 Prozent höhere durchschnittliche Aluminiumpreis von 2.639 US-Dollar je Tonne konnte die umsatzmindernden Einflüsse infolge einer geringeren Absatzmenge und Produktmixverschiebungen sowie des stärken Euro zum Dollar überkompensieren, teilte der österreichische Aluminiumkonzern mit. "Das Umfeld war 2025 in vielerlei Hinsicht besonders anspruchsvoll. Unsere operative Flexibilität, konsequentes Kostenmanagement und die erneut sehr gute Performance unserer strategischen Elektrolysebeteiligung in Kanada haben wesentlich dazu beigetragen, starke Finanzzahlen zu erreichen", kommentierte ​Helmut Kaufmann, Vorstandsvorsitzender der AMAG, die Geschäftszahlen. Im Geschäftsjahr 2026 müsse die AMAG-Gruppe weiterhin in einem anspruchsvollen Umfeld agieren, heißt es weiter. Die globalen Märkte blieben volatil, wobei handelspolitische Unsicherheiten - insbesondere die in den USA eingeführten Zölle auf Aluminiumimporte - die internationalen Warenströme und die Preisgestaltung beeinflussen könnten. Dennoch gingen die Wirtschaftsprognosen für 2026 von einer insgesamt verbesserten Industriekonjunktur aus. Gleichzeitig wird weltweit laut AMAG für den Aluminiummarkt (Primär- und Sekundäraluminium) ein Bedarfsanstieg prognostiziert, wobei in Westeuropa eine nur verhaltene Nachfrage nach Aluminiumwalzprodukten zu erwarten sei. Im Segment Metall profitiert die kanadische Elektrolyse Alouette den Angaben zufolge von attraktiven Aluminium- und Tonerdepreisen. "Die Produktionsmenge wird aus heutiger Sicht im Jahr 2026 steigen", so das Unternehmen. Das Segment Gießen bleibe von der europäischen Automobilindustrie abhängig und stehe aufgrund eines angespannten Marktumfelds, intensiven Wettbewerbs und höherer Inputkosten nach wie vor unter Druck, heißt es weiter. Im Segment Walzen dagegen rechne man mit einer Steigerung der Absatzmenge. MBI/crb/27.2.2026 

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