Veröffentlicht: 12.01.2026
Thyssenkrupp Materials Processing Europe, Teil von Thyssenkrupp Materials Services, bezieht große Mengen an Non-Prime-Stahl aus dem schwedischen Stegra-Werk in Boden. Ein entsprechender mehrjähriger Vertrag sei unterzeichnet worden, teilt Thyssenkrupp Materials Services mit. Non-Prime-Stahl mache einen relevanten Teil des Stahlmarktes in Europa aus. Der wegen der Beschaffenheit der Stahlproduktion in Stahlwerken anfallende Stahl zweiter Wahl (Non-Prime), entspreche zwar nicht den höchsten Qualitätsstandards, die bestimmte Anwendungen erfordern, sei aber dennoch stark, langlebig und für verschiedene Zwecke geeignet. Mit dem Non-Prime-Stahl will Thyssenkrupp Materials Processing Europe seine Kunden in verschiedenen Branchen in ganz Europa beliefern. Die Mengen liegen den Angaben zufolge im hohen sechsstelligen Tonnen-Bereich. Die ersten Lieferungen werden voraussichtlich 2027 beginnen. Stegra (2020 als H2 Green Steel gegründet) baut derzeit ein neues Stahlwerk in Boden, Schweden, das Stahl mit grünem Wasserstoff aus erneuerbarer Energie herstellen wird. "Ein Partner für Non-Prime-Stahl ist wichtig für den Hochlauf unseres Stahlwerks, und wir sehen dies als Beginn einer langfristigen Partnerschaft mit Thyssenkrupp Materials Services als einem wichtigen Akteur auf dem Markt", sagt Stephan Flapper, Leiter Commercial bei Stegra: "Gemeinsam können wir die Nachfrage nach Stahlprodukten, die über den Wasserstoffweg hergestellt werden, noch stärker ankurbeln." Obwohl der Stegra-Standort in Boden nur Wasserstoff und erneuerbare Energie nutzt, wird der von Thyssenkrupp Materials Services im Rahmen der Vereinbarung abgenommene Non-Prime-Stahl nicht als CO2-reduziert qualifiziert, da Stegra die entsprechenden Zertifikate an andere Kunden im Prime-Stahlmarkt verkaufen wird, wie Thyssenkrupp Materials Services erklärt.MBI/gil/12.1.2026