Schleswig-Holstein/Lebensmittelwirtschaft kritisiert Zuckersteuer-Pläne

Veröffentlicht: 15.12.2025

Der Lebensmittelverband Deutschland und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) wenden sich mit einer gemeinsamen Kampagne gegen politische Vorschläge zur Einführung einer Zuckersteuer in Schleswig-Holstein. Unter dem Motto "Kein echter Norden ohne Zucker" reagieren die Verbände auf entsprechende Überlegungen der schwarz-grünen Landesregierung und fordern eine sachliche, faktenbasierte Ernährungspolitik.Ziel der Initiative ist es nach Angaben der Verbände, "populistische Eingriffe in die Rezepturhoheit der Lebensmittelhersteller zurückzuweisen." Eine staatliche Zuckerabgabe würde ohne belegbaren gesundheitlichen Nutzen direkt in die Produktentwicklung eingreifen und die Vielfalt der Lebensmittel einschränken.Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und des Lebensmittelverbandes Deutschland, Christoph Minhoff, betont, dass es keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für einen gesundheitlichen Effekt von Zuckersteuern gebe. Statt regulatorischer Eingriffe sieht Minhoff Bildung, Bewegung und ein vielfältiges Lebensmittelangebot als wirksamere Ansätze zur Verbesserung der Lebensqualität. Mit der Kampagne wollen die Verbände zudem auf mögliche Folgen für regionale Produkte und traditionelle Rezepturen aufmerksam machen und vor negativen Auswirkungen auf die Lebensmittelvielfalt im Norden warnen.MBI/12/ste/ssc/15.12.2025 
 

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