BLE-Erfahrungsbericht 2024/Biokraftstoffe sparen 11,5 Mio t CO2-Äquivalent ein

Veröffentlicht: 09.12.2025

Die Biokraftstoffbranche hat im Quotenjahr 2024 rund 11,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent eingespart. Das geht aus dem jährlichen Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor. Insgesamt wurden 3,6 Mio t Biokraftstoffe für den deutschen Markt produziert, was etwa 126 Petajoule und rund 90 Prozent der Vorjahresmenge entspricht. Die durchschnittliche Treibhausgaseinsparung lag bei 96 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen nach 90 Prozent im Jahr 2023.Der Einsatz von Biokraftstoffen sank demnach 2024 um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von den insgesamt verwendeten Mengen entfielen 55 Prozent auf Biodiesel (FAME), 26 Prozent auf Bioethanol und 7 Prozent auf hydrierte Pflanzenöle. Zwei Drittel der eingesetzten Ausgangsstoffe waren Abfälle und Reststoffe, 6 Prozent mehr als 2023. Ein Drittel stammte aus angebauter Biomasse wie Mais (12 Prozent), Raps (8 Prozent) und Weizen (6 Prozent).Der Anteil der in der EU produzierten Biokraftstoffe stieg auf 70 Prozent nach 66 Prozent im Vorjahr. Ein Drittel der Gesamtmenge wurde in Deutschland hergestellt. Die aus Asien stammenden Mengen gingen um knapp 6 Prozent zurück.Für die Verstromung wurden knapp 24 Petajoule flüssiger Biobrennstoffe zur EEG-Vergütung angemeldet, weniger als die 29 Petajoule im Jahr 2023. Diese Brennstoffe bestanden nahezu vollständig aus Dicklauge der Zellstoffindustrie. Pflanzenöle, hydrierte Pflanzenöle und FAME spielten nur eine geringe Rolle. Die durchschnittliche Treibhausgaseinsparung flüssiger Biobrennstoffe betrug 98 Prozent, wodurch knapp 2,2 Mio t CO2-Äquivalent vermieden wurden nach 2,5 Mio t CO2-Äquivalent im Vorjahr.Die Stromerzeugung aus fester und gasförmiger Biomasse stieg insgesamt um 3 Prozent. Während die Strommenge aus Biomethan um 30 Prozent zurückging, erhöhte sich die Erzeugung aus fester Biomasse um 36 Prozent und aus Biogas um 1 Prozent.MBI/12/ste/9.12.2025 

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