TRUMP-ZÖLLE/GEFA fordert Diplomatie statt weitere Restriktionen

Veröffentlicht: 03.04.2025

Der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Folglich warnen Vertreter der deutschen Außenhandelsorganisation German Export Association for Food and Agriproducts (GEFA) vor weiteren Restriktionen. Handelsbarrieren und eine Spirale an Strafzöllen produzierten nur Verlierer, mahnte GEFA-Sprecher Hartmut Kretschmer. Dagegen brächten die Einbindung in globale Lieferketten und ein freier Warenverkehr für die Exportwirtschaften weltweit positive Effekte für alle Beteiligten, erklärte Kretschmer.Vor dem Hintergrund der aktuellen Ankündigungen der USA zu den zusätzlichen Zöllen auf alle Produkte aus Deutschland, darunter Agrarprodukte und Lebensmittel, hob er den wichtigen Stellenwert des gegenseitigen Warenaustauschs für beide Länder hervor. Dagegen seien die Risiken einer Entkopplung von globalen Lieferketten sehr hoch, mahnt die GEFA.Die Exportorganisation fordert daher mit Blick auf die zu erwartenden Reaktionen der EU vor allem "zeitnahe Initiativen zur Aufnahme von Gesprächen mit den amerikanischen Verhandlungspartnern und angemessene, zurückhaltende Reaktionen". Dringend benötigt werde jetzt eine integrierte Export-Strategie, welche die Öffnung und den Erhalt von Absatzmärkten mit der Exportförderung verbinde und, wo erforderlich, auch politisch untermauere, sagte der stellvertretende GEFA-Sprecher Jan-Bernd Stärk.Er hob in dem Zusammenhang hervor, dass die USA nach den vorläufigen Zahlen zum Agrarexport des Jahres 2024 für die Agrar- und Ernährungsbranche Deutschlands der drittstärkste Exportzielmarkt außerhalb der EU seien. Hierzu zitiert die GEFA Angaben der Agrarmarkt-Information (AMI), denen zufolge die Branche im Jahr 2024 insgesamt Waren im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro in die USA exportierte. Der Ausfuhrwert stieg demnach im vorigen Jahr um 9,1 Prozent, wie die GEFA erläutert. Derweil importierte Deutschland nach diesen Zahlen 2024 Agrarprodukte aus den USA im Wert von rund 3 Mrd EUR, was einem Minus von 8,1 Prozent im Vorjahresvergleich gleichkam.Mit Blick auf die gegenseitige Exportstatistik betont die deutsche Außenhandelsorganisation zudem, dass sich die Agrarexporte beider Länder seit dem Jahr 2006 wertmäßig mehr als verdoppelt hätten. In der Menge legten demnach die USA 36,1 Prozent zu und Deutschland 57,2 Prozent. Dies mache den hohen Stellenwert der Exporte von Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln für beide Länder deutlich, betont die GEFA.MBI/12/jc/ssc/3.4.2025 

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