IBU/70 Prozent der Blechumformer verlieren Umsatz

Veröffentlicht: 02.04.2025

70 Prozent der Blechumformer verlieren Umsatz, 56 Prozent leiden unter ihrer schlechten oder sehr schlechten Geschäftslage. Auch die Erwartungen sind mager, in fast allen Bereichen bewerten 50 bis 60 Prozent der Zulieferer ihre Perspektiven negativ: Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage des Industrieverbandes Blechumformung (IBU).Größte Herausforderung ist für fast alle der meist mittelständischen Unternehmen die anhaltend schwache Konjunktur. Dazu kommen handelspolitische Spannungen und Regulatorik. Immerhin rund 45 Prozent der Blechumformer wollen trotz allem investieren, benötigen aber Planungssicherheit, stellte der Verband fest. "Die Lage unserer Mitglieder erfordert schnellstens grundlegende strukturelle Änderungen am Standort", forderte IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs.Denn die Auftragslage stimme wenig optimistisch, Orders aus Maschinenbau, Automobil-, Elektro-, Bauindustrie bleiben aus. "Bei fast 60 Prozent der Befragten sind Stellenabbau, bei über 40 Prozent Kurzarbeit die Folge", berichtete Jacobs.
 
Gleichwohl seien immerhin noch 45 Prozent der Blechumformer bereit zu investieren, größtenteils in Deutschland. Bei gut 30 Prozent fließen die Mittel aber aus dem Land heraus. Fast 12 Prozent investieren an neuen Standorten im Ausland. Ihren Einsatz machen nahezu alle Befragten von der Auftragslage abhängig.Die künftige Bundesregierung müsse den Unternehmern durch klare Ziele und wirkungsvolle Maßnahmen Zuversicht und Planungssicherheit zurückgeben, forderte der Verbandsmann. Ganz oben auf der To-do-Liste sollten nach Meinung der Blechumformer Bürokratieabbau und niedrigere Stromkosten stehen, danach folgen Steuersenkungen und Infrastruktinvestitionen. MB/emv/2.4.2025 
 

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