Veröffentlicht: 31.03.2025
China hat nach Angaben des französischen Außenministers Jean-Noël Barrot zugestimmt, die mögliche dauerhafte Anwendung von zusätzlichen Zöllen auf französischen Cognac zu verschieben. Die Aufschläge hätten nach einer bis zum 5. April angesetzten Untersuchung der chinesischen Behörden endgültig in Kraft treten sollen, sagte Barrot bei einem Besuch in China. "Mir wurde bestätigt, dass die Untersuchung um drei Monate verschoben wird." Die sei ein erster Schritt zur Beilegung des Streits, sagte der Minister.Der Cognac-Branchenverband reagierte vorsichtig. "Die Ankündigung scheint den Abschluss der Untersuchung und damit die Anwendung endgültiger Zölle auf Juli zu verschieben", erklärte der Verband Bnic. "Vorläufige Zölle werden uns jedoch bereits seit Oktober in Form einer Kaution auferlegt."Die vorläufigen chinesischen Zollaufschläge auf Weinbrand gelten als Antwort auf die EU-Zölle auf Elektroautos, die aus China importiert werden. Die Aufschläge von bis zu 35,3 Prozent waren Ende Oktober in Kraft getreten. Betroffen ist vor allem Cognac, der 95 Prozent der europäischen Weinbrände ausmacht. Der Export macht mit einem Volumen von knapp 3,4 Milliarden Euro den Löwenanteil des Geschäfts der französischen Cognac-Produzenten aus. Die größten Kunden sind die USA mit 38 Prozent des Exports und China mit 25 Prozent.MBI/AFP/ssc/31.3.2025