Veröffentlicht: 27.03.2025
British Steel führt Gespräche über die Schließung der Hochöfen, des Walzwerks und des Stahlerzeugungsbetriebs im englischen Scunthorpe sowie den Abbau von bis zu 2.700 Arbeitsplätzen. Wie der Stahlhersteller am Donnerstag mitteilte, betreffen die Gespräche die beiden Hochöfen und schließen auch die Reduzierung der Walzwerkskapazitäten am Standort ein. Die Hochöfen und die Stahlerzeugung seien nicht länger finanziell tragfähig. Als Gründe werden die äußerst schwierigen Marktbedingungen genannt, zu denen auch die Einführung von Zöllen und höhere Umweltkosten gehören. Nach monatelangen Verhandlungen über finanzielle Unterstützung konnte bisher keine Einigung mit der britischen Regierung erzielt werden, fügte British Steel hinzu. Das Unternehmen wolle weiterhin mit der Regierung zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden. Die Konsultationen mit den Arbeitnehmern und Gewerkschaften sollten am Donnerstag beginnen. Die betroffenen Anlagen in Scunthorpe könnten bis Anfang Juni geschlossen werden, so das Unternehmen. Alternative Optionen sehen eine Schließung im September oder zu einem späteren Zeitpunkt vor, hieß es.Der britische Stahlverband UK Steel bezeichnete die vorgeschlagenen Schließungen in Scunthorpe als einen entscheidenden Moment für den Stahlsektor in Großbritannien. Sie würden sich sich auf die gesamte britische Wirtschaft auswirken. Sollte das Unternehmen seinen Betrieb schließen, würde das Land Stahlerzeugungskapazitäten verlieren, die für den Verkehr, die Infrastruktur und das Bauwesen von entscheidender Bedeutung sind, so UK Steel. "Diese verheerende Entscheidung wird unsere Versorgungsketten in ungeahntem Maße stören und schädigen und damit Arbeitsplätze, Unternehmen und die wirtschaftliche Stärke des Landes bedrohen", sagte der Generaldirektor von UK Steel, Gareth Stace.MBI/DJN/gil/27.3.2025