Veröffentlicht: 24.03.2025
Deutschland darf nach einer EU-Entscheidung die energieintensive Industrie bei der Dekarbonisierung mit insgesamt 5 Milliarden Euro unterstützen. Die EU-Kommission hat am Montag eine entsprechende Beihilfe genehmigt. Die deutsche Regierung beabsichtigt, Industrieunternehmen, die dem EU-Emissionshandel unterliegen, bei der Verringerung ihrer CO2-Emissionen von Produktionsprozessen unter die Arme zu greifen. Konkret sollen Verfahren gefördert werden, indem technische Lösungen für die Elektrifizierung, Wasserstoff, CO2-Abscheidung und -Speicherung, sowie Energieeffizienz vermehrt eingesetzt werden, teilte die Kommission in Brüssel weiter mit. Gefördert werden z.B. Brennstoffwechsel in der Zement- und Kalkindustrie oder die Elektrifizierung in der chemischen Industrie sowie neue wasserstoffbasierte Direktreduktionsverfahren in der Stahlproduktion. Die zu fördernden Vorhaben sollen über offene, wettbewerbliche Ausschreibungen ausgewählt werden. Die Beihilfen sollen über Klimaschutzverträge bzw zweiseitige CO2-Differenzverträge mit einer Laufzeit von 15 Jahren gewährt werden. "Mit der heute genehmigten Regelung werden ehrgeizige Vorhaben gefördert, die zu einer deutlichen Verringerung der Treibhausgasemissionen industrieller Produktionsverfahren in Deutschland führen", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera.MBI/aul/24.3.2025