Veröffentlicht: 05.12.2024
Die VIK-Indizes sind im November weiter gestiegen, wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) mitteilt.
Nach VIK-Angaben gewann der Basisindex gegenüber dem Vormonat um 14,70 (plus 4,8 Prozent) auf aktuell 322,44 Punkte, der VIK-Endindex stieg um 13,03 (plus 4,4 Prozent) auf 306,43 Punkte. Der gleitende Jahresdurchschnitt liegt aktuell bei 304,4 Punkten für den VIK-Basisindex und bei 291,21 Punkten für den VIK-Endindex. Die für die Ermittlung relevanten Strom-Quartalspreise (Q1 bis Q4/2025) stiegen nach einer kurzen Seitwärtsbewegung zu Monatsbeginn bis Mitte KW 47 an, um sich dann wieder seitwärts zu bewegen. Hintergrund für den Preisanstieg waren mehrere politische Unsicherheiten neben dem Nahost-Konflikt und dem Krieg in der Ukraine. Insbesondere die Wahl Trumps zum US-Präsidenten und seine Ankündigung, zukünftig verstärkt auf konventionelle Energiequellen setzen zu wollen, zeigte Wirkung. Zusätzlich verunsichert wurde der Markt durch eine Schiedsgerichtentscheidung, die der OMV Schadensersatzansprüche gegen Gazprom Export zusprach. Dies hatte die Einstellung der direkten Gaslieferungen durch Gazprom nach Österreich ab dem 16.11.24 zur Folge. Ebenfalls eingepreist sind die Einstellung des Transits von russischem Erdgas durch die Ukraine zum Jahresende sowie Befürchtungen, dass es auf Grund der Preisentwicklungen am Gasmarkt im Sommer 2025 nicht so leicht wie in den vergangenen Jahren werden wird, die Gasspeicher für den Winter 2025 voll zu bekommen. Die für die aktuellen VIK-Indizes maßgeblichen Stromgroßhandelspreise an der EEX stiegen im Handelsmonat November 2024 gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 6,57 auf 94,44 Euro je Megawattstunde (Base) bzw. um 7,68 auf 103,96 Euro je Megawattstunde (Peak).MBI/map/5.12.2024